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Die Geschichte zu unserem Weltreise Expeditionsmobil – Die Kaufentscheidung

Vielleicht fragst du dich, wie wir darauf gekommen sind, uns einen LKW zu kaufen, um damit die Welt zu bereisen. Und warum wir uns ausgerechnet für dieses Expeditionsmobil und nicht für ein anderes entschieden haben? Hier ist unsere kleine Geschichte…

Unser 25-Jahre altes Wohnmobil

2017 hatten wir das erste Mal eine Auszeit zum Reisen. Wir kauften uns im Sommer einen 25-Jahre alten Fiat Ducato, der uns 1 Jahr lang an wunderschöne Orte in ganz Europa brachte. Trotz seines Alters war dieses Wohnmobil sehr zuverlässig. Mit seinen Ecken und Kanten hatten wir es schnell ins Herz geschlossen.

Italien

Traumhafte Landschaften von Schweden im Norden bis Spanien im Süden bereisten wir auf kleinen Landstraßen. 80km/h, entschleunigen, Autobahnen und Campingplätze mieden wir von Anfang an. Wir lieben es in der Natur die Ruhe genießen zu können. Heimweh gab es nicht. Wir fühlten uns überall Zuhause, wo wir mit unseren 4 Rädern standen.

Frankreich

Unser Wohnmobil kam jedoch durch unsere Abenteuerlust schnell an seine Grenzen. Aus einem Wald in Schweden fuhren wir nur mit großer Anstrengung wieder heraus. Ab diesen Zeitpunkt wussten wir, dass unser nächster Camper mit Allrad ausgestattet sein muss.

Schweiz
Schweden

Wir kaufen einen 35-Jahre alten LKW, um damit die Welt zu bereisen

Die Bücher „ Ausreisser“ von Hippietrail und „sechs Jahre Weltumrundung“ von Abseitsreisen inspirierten uns 2018 so sehr, dass wir uns auf die Suche nach einem passenden LKW machten.

Da wir planen in die entlegensten Gebiete der Welt zu fahren, muss unser Expeditionsmobil sehr geländegängig und kompakt sein. Unsere Wohnung geben wir für diesen Traum auf, also sollte der LKW ausreichend Platz zum Leben bieten. Wir werden von unterwegs aus arbeiten und möchten gleichzeitig unser zuhause dabei haben, dementsprechend kamen Bulli und Sprinter aufgrund fehlender Stehhöhe und zu geringem Platzangebot für uns nicht in Betracht. Unser Ziel stand fest. Wir möchten mit einem ausgebauten 4×4-LKW auf Weltreise gehen.

Im November 2020 haben wir nach knapp 2 Jahren endlich ein passendes Expeditionsmobil für unsere Weltreise gefunden.

Die wichtigsten Informationen zu unserem Weltreise Expeditionsmobil findest du auf diesem Datenblatt

Warum haben wir uns für dieses Expeditionsmobil entschieden?

Mit seinen kompakten Maßen und dem kurzen Radstand ist eine Gebirgsfahrt mit engen Kurven gut zu meistern. Durch den kleinen Wendekreis und der geringen Länge von 6,30m müssen nicht lange Umwege für eine passende Umkehrmöglichkeit gesucht werden. Das Wenden ist auf breiten Straßen selbst hier mit einem LKW möglich. Der Heckantrieb mit zu schaltbarem Allradantrieb bringt im Gegensatz zu Fahrzeugen mit permanentem Allradantrieb Spritersparnis und weniger Verschleiß im Antriebsstrang. Das ehemalige Feuerwehrfahrzeug wurde von 18t auf 7,5t abgelastet und kann somit mit dem alten Führerschein Klasse 3 gefahren werden. Ein zusätzlicher LKW-Führerschein ist also nicht notwendig, wenn das Reisegewicht von 7,5t eingehalten wird.

150PS Motorleistung waren für uns das Minimum für ein angenehmes Vorankommen bei einem Gewicht von 7,5t. Der Turbomotor hat einen kleineren Hubraum und ist leichter als vergleichbar leistungsstarke Saugmotoren. Er liefert mehr Drehmoment im unteren Drehzahlbereich bei geringerem Spritverbrauch.

Trotz seiner 35 Jahre hat der LKW gerade einmal eine Laufleistung von 78.000 Kilometern. Aufgrund seines Alters und seiner Bauweise ist eine H-Zulassung, also die Anmeldung als Oldtimer, und damit eine Steuerersparnis möglich. LKW-Fahrerkabinen unterscheiden sich extrem in ihrem Platzangebot. Die Kabine des Renaults eignet sich für Nicolas‘ Körpergröße von 1,88m auch für längere Fahrten. Unterhaltungen sind in der Kabine bei 80 km/h noch gut möglich.

Die Wohnkabine ist mit 6cm Isolierung auch für kalte Regionen ausreichend gedämmt. Das Platzangebot und die Stehhöhe von knapp 2 Metern haben uns sofort überzeugt. Der Wohnraum ist mit allem ausgestatten, was man zum Reisen braucht. Reinsetzten und losfahren, wenn man für 3-4 Wochen unterwegs ist, überall Landstrom und sauberes Wasser bekommt. Doch wir wollen eine Weltreise machen. Ohne Umbauten geht es leider dann doch nicht.

Zu Beginn haben wir festgelegt, welche Ausstattung wir für autarkes Reisen über mehrere Wochen brauchen.

Was wir noch umbauen, damit wir auf Weltreise mit dem Expeditionsmobil gehen können

  1. Anpassung der Elektrik – Erneuerung der Solarpanele, Wechselrichter, Laderegler und  Wohnraumbatterien. Strom ist für uns ein wichtiges Thema, da wir von unterwegs aus arbeiten.
  2. Einbau von neuen und kleineren Starterbatterien. Diese werden in die Fahrerkabine gesetzt, um sie vor Diebstahl und Witterung besser zu schützen. Durch die kleineren Batterien sparen wir Gewicht und erhalten Platz für einen zusätzlichen Dieseltank.
  3. Vergrößerung der Dieseltanks. 800-900 Liter große Dieseltanks möchten wir haben, um in günstigen Ländern viel Treibstoff mitnehmen zu können.
  4. Gewichtsreduzierung (z. B. Ausbau der alten Hydraulik-Seilwinde), damit wir die 7,5t auch auf einer langen Reise mit sehr viel mehr Gepäck halten können.
  5. Einbau von Keramik- und Aktivkohle-Wasserfiltern, um bei Bedarf auch aus einem See Frischwasser tanken zu können.
  6. Einbau von Sicherheitsvorrichtungen gegen Fahrzeugdiebstahl.
  7. Anbau von zwei Stauboxen.
  8. Umgestaltung der Inneneinrichtung.

Über einzelne Themen wie zum Beispiel „Elektrik“ oder „Wasserversorgung“ berichten wir noch ausführlich in weiteren Beiträgen.

Wir sind sehr froh ein fast perfektes Weltreise Expeditionsmobil bekommen zu haben. Selber bauen hätte unsere Weltreise und unser Vorhaben um 1 Jahr wenn nicht sogar 1 ½ Jahre verschoben. Jetzt können wir in wenigen Monaten los…

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